HOMÖOPATHIE

“Homöopathie ist die Kunst, durch einen gezielten Impuls (das homöopathische Mittel) die Selbstheilungskräfte so anzuregen, dass eine nachhaltige Gesundung von innen möglich wird.” Das bedeutet, es werden nicht einfach oberflächlich Symptome beseitigt. Wer bei jeder Migräne eine Schmerztablette nimmt, ist zwar für den Moment die Kopfschmerzen los. Die Störung im System, die erst zu diesen Kopfschmerzen führt, ist damit aber nicht beseitigt.

142510_0811

Hier setzt die homöopathische Behandlung an: Sie kämpft nicht gegen die Krankheit, sondern gibt Impulse, die den Organismus in seiner Selbstregulation unterstützen können. Diese Impulse müssen ganz individuell passend gesetzt werden, darum wird in der Homöopathie nie eine bestimmte Krankheit behandelt, sondern immer die ganze Person in der Gesamtheit der individuellen Beschwerden.

Jeder Organismus reagiert nämlich auf äußere Einflüsse und Situationen (z.B. Krankheitserreger, belastende Lebensumstände, Witterung, seelische Traumata, Verletzungen) auf ganz spezifische Art. Ist er gesund, findet er nach einer kurzen akuten Phase sein ursprüngliches Gleichgewicht wieder. Gibt es aber aus homöopathischer Sicht ein tieferliegendes Problem mit der “Lebenskraft” (der Dynamis), ist diese natürliche Selbstregulation gestört: Der Körper produziert Symptome, zeigt äußerlich sichtbare Zeichen der Erkrankung.  Werden nun einfach diese Symptome therapiert ohne die zugrunde liegende Störung zu beachten, kann dies dazu führen, dass sich der Krankheitsprozess in immer tiefere Schichten verlagert (beispielsweise wenn die Neurodermitis verschwindet, aber dafür ein Heuschnupfen auftritt).

In der homöopathischen Anamnese wird das individuelle Reaktionsmuster ergründet, um darauf basierend das passende Mittel zu verschreiben. Darum spielen vor allem auch Veränderungen im Gemüt, Reaktionen auf Kälte, Wärme oder auch Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln eine Rolle. Das alles kann wertvolle Hinweise auf die Art der Störung und damit auf das benötigte Arzneimittel geben. Denn aus klassisch homöopathischer Sicht ist nur das dem Krankheitszustand ähnlichste Mittel (das “Simillimum”)  in der Lage einen tiefgreifenden Prozess anzuschieben.